Theater in der Burg - Freilichtauffuehrung

Ein Drama in 2 Akten von Arthur Miller |
Ueber das Stueck:
"Hexenjagd" ist ein 1953 entstandenes Theaterstück von Arthur Miller. Erzählt wird die Geschichte der Hexenverfolgungen von Salem aus der Zeit des kolonialen Amerika. Diese "Episode" wurde vom Autor vor dem Hintergrund der Kommunistenverfolgung durch den Ausschuss des Senators McCarthy verfasst, um die Hysterie dieser Hetze und Verfolgungen anzuprangern.
Im Jahr 1692 treffen sich die Mädchen der puritanischen Hafenstadt Salem des Nachts heimlich im Wald, um mit der Sklavin Tituba über dem Feuer Liebeszauber zu beschwören. Während die Mädchen um das Feuer tanzen, werden sie von Pastor Parris beobachtet, der zu seinem Entsetzen im Kreis der Mädchen auch seine Nichte Abigail und seine Tochter Betty erkennt. Und so wird aus einer harmlosen Kinderei in den Augen der bigotten Stadt Salem das verdammenswerte Verbrechen, im Bund mit dem Teufel zu sein.
Eine allgemeine Verfolgungshysterie bricht aus, die ein Teil der Bevölkerung geschickt zum eigenen Vorteil zu nutzen weiß. Die Obrigkeit wittert Aufruhr, Anarchie und Gotteslästerung. Dagegen gibt es nur ein Mittel: Kerker oder die Todesstrafe. Salem wird zu einem Hexenkessel der allgemeinen Beschuldigung.
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Aus der Geschichte von Salem:
Im Jahr 1626 wurde die Hafenstadt Salem in Massachusetts gegründet. Ende des 17. Jahrhunderts war sie Schauplatz berühmter Hexenprozesse. 22 Menschen wurden ge-hängt, einer starb unter der Folter. Angeheizt wurde die Atmosphäre durch die Schriften und Predigten Cotton Mathers (1663-1728), die zahlreiche Fälle teuflischen Wirkens aufführten. Schließlich beschuldigten die der Hexerei Angeklagten während der Folterung so viele Mitbürger, daß etwa 400 Personen in Verdacht gerieten, darunter die Frau des Gouverneurs.
Ein bemerkenswertes Dokument ist die Abbitte und Schulderklärung der Richter und Geschworenen nach Beendigung der Prozesse. 12 von ihnen erklärten öffentlich und schriftlich ihren Irrtum. Sie baten die Opfer, deren Angehörige und die überlebenden Beschuldigten um Verzeihung und stellten fest, daß sie die Gerichteten für Märtyrer hielten und durch Täuschungen der Mächte der Finsternis nicht Recht gesprochen hatten. |
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Ueber den Autor:
Arthur Miller wurde am 17. Oktober 1915 als Kind einer New Yorker Industriellenfamilie geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Brooklyn und Harlem. Er studierte Publizistik, Englisch und Literatur an der Universität Michigan und wurde 1938 mit mehreren Preisen für seine Komödie "The grass still grows" ausgezeichnet. In den 30ern mußte er sich durch den großen Börsenkrach als Hafen- und Landarbeiter über Wasser halten. Diese Erfahrungen bildeten das Schlüsselerlebnis für sein Leben und Schreiben. Für sein Stück "The Man Who Had All Luck" aus dem Jahre 1944 erhielt er den Theatre Guild Award. Weitere Erfolge erzielte er mit "Brennpunkt", (1945) , "Alle meine Söhne", (1947) und "Tod eines Handlungsreisenden" (1949), das den Pulitzerpreis für Schauspiel und den New York Drama Critics' Circle Award als bestes Bühnenstück des Jahres erhielt. Mit "Hexenjagd" (1953), einer Dramatisierung der Salemer Hexenprozesse von 1692, griff er indirekt den McCarthyismus an. 1956 weigerte er sich vor dem Ausschuß für unamerikanische Umtriebe, seine Verbindungen und Sympathien für die Kommunistische Partei zuzugeben.
Seit 1962 ist Arthur Miller mit der österreichischen Fotografin Inge Morath verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Rebecca ist Schauspielerin und Malerin. Das Ehepaar lebt gemeinsam auf einer Farm in Connecticut.
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Arthur Miller über "Hexenjagd!":
"Ich wünschte mir die Möglichkeit, ein aggressives Stück zu schreiben.
Es sollte aus dem Morast des Subjektivismus jenen einen, ganz bestimmten, schleichenden Prozeß ans Licht bringen, durch den sich erweist, daß die Sünde des gesellschaftlichen Terrors darin besteht, den Menschen seines Gewissens zu berauben und damit seiner Persönlichkeit."
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Spieltermine: 1., 2., 3., 4., 8., 9., 10.,13., 14., 15., 16., 22. und 23. Juni 2001
Spielbeginn: 20 Uhr 30
Eintrittspreis: 120 ATS
Kartenverkauf: an der Abendkassa
Kartenreservierung: Raiffeisenbank Tragwein, 07263 88320, Frau Kloibhofer
Hinweis:
freie Platzwahl
Reservierte Karten müssen bis 1 Stunde vor Spielbeginn bei der Abendkasse abgeholt werden. Nicht abgeholte Karten werden an der Abendkasse verkauft.
Wettertelefon: 0663/9474730 ab 17 Uhr an Spieltagen (bei witterungsbedingtem Abbruch vor der halben Spielzeit wird der Eintrittspreis rückerstattet)
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Personen und Darsteller:
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| Betty Parris |
Susanne Brunhofer |
| Reverend Samuel Parris |
Klaus Gumpenberger (Gegenpart) |
| Tituba |
Eva Hötzendorfer |
| Abigail Williams |
Viktoria Aumayr |
| Susanna Wallcott |
Lydia Brandstetter |
| Ann Putnam |
Michaela Schuetzeneder |
| Thomas Putnam |
Roland Huber |
| Mercy Lewis |
Isabel Lettner |
| Mary Warren |
Kathrin Gumpenberger |
| John Proctor |
Bernhard Muehlbachler |
| Rebecca Nurse |
Maria Stockinger |
| Giles Corey |
Fritz Katzensteiner |
| Reverend John Hale |
Juergen Friedinger |
| Elisabeth Proctor |
Ursula Aistleitner |
| Ezekiel Cheever |
Rene Hesser |
| Richter Hathorne |
Andreas Hiebl |
| Danforth, Stellvertreter des Gouverneurs |
Franz Pichler |
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Hinter den Kulissen:
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| Maske und Ausstattung |
Helga Gumpenberger |
| Buehnenbild |
Melanie Kargl |
| Layout |
Beate Scherrer |
| Beleuchtung und Technik |
Simon Weiß, Tobias Gumpenberger, Peter Schatz |
| Kostueme |
Gisela Scherrer |
| Fotos |
Hanna Hessl |
| Regieasstistenz und Dramaturgie |
Andrea Neumueller |
| Regie |
Rudolf Graf |
| Gesamtleitung |
Maria Steiner |
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Sehr geehrter Besucher: Nutzen Sie den Theaterbesuch um die sagenhafte Umgebung der Burgruine Reichenstein im Aisttal zu erleben. Ab 19.30 ist fuer Sie das Museum "Waldaiststoeckl" (ueber Leben und Natur an der Waldaist) geoeffnet. Der Burgverein hat fuer Sie ab 20.00 ein Buffet vorbereitet. Ausserdem finden Sie verschiedene Ausstellungen von heimischen Kuenstlern in und um die Burgruine.
Nuetzen Sie die Gelegenheit, Sie werden begeistert sein.
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