Ein Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch
Spielort: Kulturtreff Bad / Tragwein |
Über das Stück:
Der reiche Fabrikant Gottlieb Biedermann ist ein typischer Spießbürger - kleinlich, selbstgerecht und ein Meister der Verdrängung.
Er lebt mit seiner Frau Babette und dem Dienstmädchen Anna in einer Stadt, in der seit einiger Zeit Brandstiftungen verübt werden. Wie Biedermann in den Zeitungen gelesen hat, laufen diese immer nach dem gleichen Muster ab. Ein scheinbar harmloser Hausierer nistet sich in Dachböden ein, deren Häuser dann in Flammen aufgehen.
Biedermann selbst hat panische Angst davor, Opfer dieser Brandstifter zu werden. Er verweigert allen Fremden Zutritt zu seinem Haus und fordert strenge Strafen für die Brandstifter.
Als der Ringer Josef Schmitz vor seiner Tür steht, versucht Biedermann vorerst, ihn abzuwimmeln. Schmitz aber bringt Biedermann in einer Mischung aus Drohungen und Schmeicheleien dazu, ihm Obdach und eine Mahlzeit zu gewähren.
Da seine Frau Babette wegen der Brandstiftungen große Angst hat, versucht Biedermann, die Anwesenheit des Fremden zu verbergen - er versteckt Schmitz auf dem Dachboden und wird so zu dessen Komplizen.
Mit einer rührseligen Geschichte gelingt es Schmitz am nächsten Morgen, auch Babette davon zu überzeugen, im Haus bleiben zu dürfen. Sie schafft es ebenfalls nicht, ihn loszuwerden.
Danach holt Schmitz seine Komplizen Eisenring und Dr. phil. ins Haus der Biedermanns. Ganz offen und ohne ihr Vorhaben im geringsten zu tarnen, deponieren die drei Brandstifter ihre Benzinfässer, Zündschnüre und Zündkapseln auf dem Dachboden. Sie erklären Biedermann sogar genau, wofür sie die Materialien brauchen und wie sie taktisch vorgehen werden. In seiner Hilflosigkeit hält Biedermann alles für einen Scherz, so dass er mit Eisenring sogar die Zündschnur für sein eigenes Haus abmisst.
Als sich Biedermann seiner Situation bewusst wird, hofft er das Unheil abwenden zu können, indem er sich Schmitz und seine Komplizen zu Freunden macht. Die Freundschaft will er durch ein gemeinsames Essen herbeiführen. Bis zuletzt hält Biedermann daran fest, dass seine Gäste keine Brandstifter seien, obwohl diese selbst es zugegeben haben. Er lacht sogar noch über deren zweifelhafte Scherze, während Babette ihre Angst kaum noch verbergen kann. Nachdem die Brandstifter von Biedermann sogar noch Streichhölzer erhalten, begeben sie sich in Richtung Dachboden...
"Scherz ist die drittbeste Tarnung. Die zweitbeste: Sentimentalität...
Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Komischerweise. Die glaubt niemand."
(Eisenring in "Biedermann und die Brandstifter")
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Über den Autor:
Max Frisch wurde am15.5.1911 als Sohn eines Architekten in Zürich
geboren. Ursprünglich studierte er Germanistik, wurde aber dann
Architekt. Nach einer Studienreise nach Amerika und Mexiko 1951/52
wandelte er sich zum freier Schriftsteller. Er unternahm auch viele
andere Reisen, auch in die ehemaligen östlichen Diktaturländer.
Thornton Wilder und Bert Brecht waren seine offenbaren Vorbilder, wobei
die bedeutenste Lebensbegegnung das Zusammentreffen mit zweiterem in
Zürich war. In Anerkennung der literarischen Leistung und seines
Strebens nach einer menschenwürdigen Welt wurde Frisch 1976 der
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.
Mit der Uraufführung von Biedermann und die Brandstifter folgte 1958 das
Theaterstück, das Frisch endgültig als Dramatiker von Weltrang
etablierte.
Frisch lebte als an den humanen und sozialen Problemen der Gegenwart
scharf und kritisch beobachtend teilnehmender Autor bis 1991 in seiner
Vaterstadt Zürich.
Mehr Informationen über Max Frisch auf Wikipedia.
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Spieltermine: 5., 6., 12., 13., 14., 19., und 20. November 2010
Spielbeginn: 20 Uhr
Eintrittspreis: € 10,00 (Ermäßigung für SchülerInnen und StudentInnen)
Kartenreservierung: Hier ist der Link zu unserer Internetreservierung (an Spieltagen bis 18 Uhr). Telefonische Reservierungsmöglichkeit: an Spieltagen: 16 bis 18 Uhr; Tel.Nr.: 0664 / 73920309
Kartenstornierung:Hier ist der Link zur Internetstornierung
Kartenverkauf: An der Abendkasse
Hinweis:
Es gibt nummerierte Sitzplätze. Reservierte Karten müssen bis 1/2
Stunde vor Spielbeginn bei der Abendkasse abgeholt werden. Nicht
abgeholte Karten werden an der Abendkasse verkauft.
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Personen und DarstellerInnen:
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| Herr Biedermann |
Franz Pichler |
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| Babette, seine Frau |
Eva Hötzendorfer |
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| Schmitz, ein Ringer |
Bernhard Mühlbachler |
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| Eisenring, ein Kellner |
Jürgen Friedinger |
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| Ein Dr. phil. |
Matthias Aistleitner |
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| Anna, ein Dienstmädchen |
Viktoria Aumayr |
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| Witwe Knechtling |
Maria Steiner |
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| Ein Polizist |
Hans-Peter Kühhas |
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| Der Chor, bestehend aus den Mannen der Feuerwehr: |
| Feuerwehrmann |
Rene Hesser |
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| Feuerwehrfrau |
Andrea Gruber |
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| Feuerwehrfrau |
Alexandra Retschitzegger |
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| Feuerwehrfrau |
Julia Kühhas |
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Hinter den Kulissen:
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| Regie |
Rudi Graf |
| Regieassistenz |
Andrea Neumüller, Julia Kühhas |
| Maske |
Sieglinde Friedinger und Team |
| Regie Chor (Feuerwehr) |
Franz Pichler |
| Technik |
Fritz Aumayr, Josef Weiss |
| Bühne |
Hans-Peter Kühhas und Team |
| Layout |
Viktoria Aumayr |
| Gesamtleitung |
Maria Steiner |
| Website |
Bernhard Mühlbachler |
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| Wir bedanken uns bei der FF Tragwein für die Bereitstellung der Uniformen. |
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